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Arbeitswirtschaft

Moderne Arbeitswirtschaft (für mittelständische und größere Betriebe)

 

Das Wichtigste auf einen Blick (pdf-Dokument)  oder hier (Info)

 

Grundlage 1: statistische Bearbeitezeiten

Unter Arbeitswirtschaft –genauer: moderner Arbeitswirtschaft- verstehen wir die effektive Bewirtschaftung der Arbeitszeit der Mitarbeiter. Dies ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der sogenannten Zeitwirtschaft, insbesondere nicht mit Zeitwirtschaft gemäß Refa (Zeitaufnahmen) oder Systeme vorbestimmter Zeiten (zb. MTM). Vielmehr kommt hier eine Zeitwirtschaft zum Einsatz, die auf Statistik beruht. So werden aus täglich erfaßten Mengen und Mitarbeiteranwesenheitszeiten statistische Bearbeitezeiten gebildet. Diese stellen den Istzustand dar und bieten somit die bestmögliche Basis für Planungen und Kalkulationen.

 

Keine Zuschlagswirtschaft – dafür permanente Aktualität

Auf eine Leistungsgradschätzung und ähnliche, eher willkürliche Größen (wie zb Verteilzeitzuschläge) wird verzichtet. In den Bearbeitezeiten sind alle üblichen Störgrößen enthalten, wie zb. Maschinenstillstand, Bereitstellung, Nachjustieren etc. Ziel ist es, mit Hilfe der modernen Arbeitswirtschaft zu realistischen Bearbeitezeiten zu kommen und diese permanent zu überwachen (und neu zu ermitteln). Damit werden eines der größten Probleme der klassischen Zeitwirtschaft überwunden. Die schleichende Veränderung wie auch die schleichende Rationalisierung wird von klassischen Methoden nicht erfaßt, bei besonders dynamischen Prozessen und erfolgreichem Wirken führt dies zum Versagen und schnellem Aktualitätsverlust bei den Vorgabezeiten üblicher Art. Dies kann mit der modernen Arbeitswirtschaft nicht geschehen. Aufgrund der Tatsache, daß die Zeiten (bzw. die Arbeits-Ergebnisse) zurückgemeldet werden müssen, geht eine weitere Besonderheit der modernen Arbeitswirtschaft in die Methode ein. Es wird auf eine große Detaillierung im Sinne von Taylorismus weitgehend verzichtet. Dies führt zu bessere Transparenz und hilft, Prozesse besser abbilden zu können.

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Grundlage 2: mehr als Zeitwirtschaft – aktive Visualisierung

Moderne Arbeitswirtschaft bleibt jedoch nicht bei der Zeitenermittlung stehen. Denn aufgrund der Tatsache, daß die Zeiten ja einen Istzustand abbilden besteht dann theoretisch die Möglichkeit nach Leistungsreserven, sei es auf Mitarbeiterseite, sei es auf Basis der Prozesse oder der unterstützenden Prozesse. Denn jede Verbesserung daran führt zu besseren Ergebnissen und damit besseren Zeiten. Die Erfahrung hat gezeigt, daß mit einer systematischen Visualisierung der Ergebnisse (zb. der täglichen Produktivität, gemessen mit den Bearbeitezeiten aus der modernen Arbeitswirtschaft) die Ergebnisse deutlich positiv beeinflußt werden. Die Gründe dafür sind vielfach, besonders aber gilt: Aus den Ergebnissen entsteht auf Seiten der Mitarbeiter manchmal Stolz, manchmal aber auch Betroffenheit. Beides dient aber dazu, die Diskussion über die Ursachen und Möglichkeiten der Verbesserung anzustoßen und am Leben zu halten. Zum anderen gilt, daß mit der Visualisierung Störungen im Prozeß täglich für alle sichtbar werden, bevor sie die Ergebnisse „verhageln“. Eine Reaktion ist dann zeitnah möglich. Fast alle Anwender der modernen Arbeitswirtschaft haben deshalb deutliche Produktivitätssteigerungen erzielt.

 

Werkzeug für echten KVP

Während viele von Konzepten zu KVP reden und versuchen, über Workshops, Gruppensitzungen und Seminare dies zu verwirklichen:

Arbeitswirtschaft aktiv angewendet bedeutet KVP zu tun, und zuwar erfolgreich.

So können eben die über moderne Arbeitswirtschaft sichtbar gemachten, täglichen Ergebnisschwankungen (sichtbar über die Visualisierung zb mit der Software PFS) zum Anlaß genommen werden, um über Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. Damit werden Mitarbeiter und Vorgesetzte gleichermaßen involviert, verwenden identische Zahlen und Informationen, aus Information entsteht schließlich Reaktion und Aktion

 

Arbeitswirtschaft auch in indirekten Bereiche und in der Verwaltung

Aufgrund des Verzichts auf tayloristische Strukturen und dem Einsatz von Statistik auf Basis (größerer Wiederolcharakter) ist die Methode auch oder sogar besonders in Bereichen geeignet, die sich der traditionellen Zeitwirtschaft gerne entziehen, wo eine Zeitwirtschaft klassischer Art sich schwertut und/oder eine Leistungs- und Ergebnismessung eher ungewohnt ist. Zu nennen sind hier exemplarisch indirekte Bereiche wie Lager, Versand, Wareneingang, Kommissionierung aber auch Verwaltungsbereiche wie Callcenter, Kundenbetreuung, Sachbearbeitung und Rechnungswesen.

 

Kostengünstig

Durch Einsatz der modernen Arbeitswirtschaft werden erhebliche Kosten eingespart. So entfällt ein großer Teil (evtl. sogar vollständig) der Aufwand für Zeitaufnahmen, die Visualisierung ist bereits mit abgedeckt, die Produktivitätssteigerungen durch die aktive Anwendung kommen noch hinzu (oft zwischen 5-15%)

 

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